Découvrir la commune

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Description

La localité de Reckange-sur-Mess, chef lieu de la Commune du même nom, existe depuis le 10ème siècle, ce dont témoigne l'histoire de la paroisse. Longtemps, la destinée du village a été liée à celle de Russange, un hameau voisin, aujourd'hui disparu. Jusqu'au 18ème siècle, seule l'église rappelait encore l'existence de cette localité.

Du Moyen Âge jusque dans les temps de la révolution française, les localités formant aujourd'hui la commune de Reckange-sur-Mess, étaient le fief de différentes seigneuries, notamment les maisons d'Aspelt, de Geisen, de Limpach, d'Ottange, de Soleuvre, de Tavigny et d'autres, ainsi que les abbayes de Muenster et Marienthal.

Depuis 1784, les localités d'Ehlange-sur-Mess, de Limpach, de Pissange, de Reckange-sur-Mess, de Roedgen et de Wickrange forment la Commune de Reckange-sur-Mess, à laquelle appartenait de 1823 à 1856 également Leudelange.

Située au milieu entre les Villes de Luxembourg et d'Esch-sur-Alzette, la Commune de Reckange-sur-Mess forme une zone de verdure avec ses six villages distincts. Ayant conservé son caractère rural tout en se présentant sous un aspect moderne, elle offre à sa population une atmosphère calme et récréative.

Les zones d'activités d'Ehlange et de Wickrange garantissent à la Commune un essor économique sans effreindre la qualité de vie de la population.


Reckingen/Mess

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Obgleich verlässliche Dokumente fehlen, kann Reckingen als altes Besiedlungsgebiet angesehen werden. Der Name ist fränkischen Ursprungs und weist auf Besitzungen eines gewissen Ruko hin. Dieser war sicherlich ein wohlhabender Franke, der sich im Tal der Mess niederliess. Ein zweiter Hinweis auf die frühe Existenz Reckingens finden wir in der Schutzpatronin Sankt Adelgundis, deren Familienangehörige sicherlich für die Wahl der Reckinger Schutzheiligen verantwortlich zeichneten.

Dabei ist die heutige Pfarrei Reckingen nur ein Bruchstück der alten Doppelpfarrei Reckingen-Rüssingen. Dieser Kirchenverband umschloss im 13. Jahrundert sieben Dörfer. Ein Dokument aus dem Jahre 1137 erwähnt "Rochingen". Sollte es sich hier um die Erstnennung Reckingens handeln? Das Gebiet um den heutigen Gemeindehauptort kam bereits im 9. Jahrhundert an die Grafen von Luxemburg, die einen Teil ihrer Rechte und Besitztümer an ihre getreuen Gefolgsleute abgaben: die Herren von Zolver, von Lollingen, von Reckingen und von Roedgen.

Im 11. und 12. Jahrhundert schenkten die Grafen Wilhelm und Konrad II der Münsterabtei Allodialgut mit Wald und Hörigen. Im 14. und 15. Jahrhundert erwarb das Kloster eitere Güter in Reckingen und Roedgen. Am 11. Februar 1238 hatte Münster einen Teil des Patronatsrechts an Marienthal abgetreten. 1235 schenkten überdies verschiedene Adelige Patronatsrecht an des Frauenkloster. Der Pfarrzehnte wurde in neun Teile zerlegt: Marienthal hatte 4,5, Differdingen 2, Münster 1,5 und Bonneweg einen Teil. Marienthal war verplichtet den Chor und den vierten Teil des Schiffes der beiden Kirchen in Reckingen und Rüssingen zu unterhalten.

Mitte des 14. Jahrhunderts zählte die Pfarrei 150 Haushalte. Kurz vor Abschaffung des Feudalsystems war Münster Landeigner und die Herren de Geysen in weltlichen Fragen zuständig. 1803 wurde Bettingen von der Pfarrei Reckingen gelöst. Von 1805 bis 1808 gehörten Ehlingen und Wickringen ebenfalls zum Kirchenverband Reckingen, ehe Ehlingen 1844 bischöfliche und 1863 staatliche Pfarrei wurde. Die heutige Kirche in Reckingen wurde 1933 unter Architekt Jean Dietz aus Luxemburg erbaut.


Limpach

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1267 wird Limpach zum ersten mal dokumentarisch erwähnt. Der Name wird als "Linde beim Bach" gedeutet. Die Herren von Limpach waren Untervögte der Grafen von Luxemburg. Allerdings stammten die meisten Adlingen nicht aus Limpach, sondern aus solch entfernten Dörfern wie Ouren, Tavigny oder Ottange.

Ursprünglich gehörte Limpach zur Pfarrei Dahlem. Erst im 13. Jahrhundert bildet es eine eigene Pfarrei. Kollatoren der Kirche waren die Herren von Limpach, die Wahrscheinlich eine Nebenlinie der Kahler Adlingen darstellten. Nikolaus von Limpach (1268) nennt sich Sohn des Johann von Kahler. Die Kahler-Limpach Linie starb im 15. Jahrhundert aus. Seitdem oblag es oben genannten Herrschaften ihre Rechte in Limpach zu verteidigen. Limpach, das Böhmerrecht befreit war, war bis 1630 eine Grundherrschaft mit niederer und mittlerer Gerichtsbarkeit, die zur Richterei Küntzig und zur Probstei Luxemburg gehörte. Dann erhielt der Herr von Tavigny die Hochgerichtsbarkeit im Dorf. 1708 ging die Herrschaft auf Philippe-Jacques de Geysen über.

1763 wütete ein Sturm in Limpach, mehrere Häuser sowie die Kirche wurden in arge Mitleidenschaft gezogen. Das heutige Gotteshaus stammt aus dem Jahre 1780. Die feierliche Einweihung geschah am 18. August 1782.


Wickringen

Wie Reckingen gehörte auch Wickringen zum Besitz des Frauenstifts Marienthal. 1674 erwirbt Pierre Beving aus Steinbrücken vom spanischen König die Hochgerichtsbarkeit in Wickringen. Seit 1719 gehörte der Ort zur Grundherrschaft Meysemburg.

Da 1767 das Dorf der gemeinde Leudelingen zugeschlagen wurde, gelangte es unter die Sorge der Adeligen von Rümelingen. Einige unsichere Quellen sprechen von einer Kapelle in Wickringen. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch nur um eine Anbetungsstätte, bzw. ein Kreuz oder Opferaltar. Heute ist das Dorf in Steinbrücken eingepfarrt.


Ehlingen

Ehlingen gehörte während der Feudalzeit zur Landmeierei Bettemburg. Die grundrechtlichen Gegebenheiten wurden von den Herren von Aspelt wahrgenommen. Die kirchliche Zehnte teilten sich Marienthal, Differdingen, Münsterabtei und Heilig Geist Kloster Luxemburg. Ehlingen war der Pfarrei Reckingen angeschlossen.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts besass das Dorf eine eigene Kapelle mit Wochenmesse und Gottesdienst an jedem dritten Sonntag. 1570 wird das Kirchlein nicht mehr erwähnt. Ende des 17. Jahrhunderts war eine neue Kapelle errichtet worden. Lange sollte sie nicht bestehen, da bereits 1721 an gleicher Stelle eine Kirche gebaut wurde. Beim Gotteshaus war ein Friedhof für die Toten von Ehlingen und Wickringen.

Nach Abschluss des Konjordats (1801) bauten die Ehlinger in Gemeinschaftsarbeit mit Pissingen und Wickringen eine neue Kirche. 1803 wurden die drei Dörfer zu einer Pfarrei zusammengeschlossen. Zwei Jahre später wurde der Verband aufgehoben. 1805 kamen Ehlingen und Wickringen zu Reckingen, Pissingen zu Monnerich. 1808 wurden Ehlingen und Pissingen zu Reckingen, Wickringen zu Steinbrücken eingepfarrt. Auf Bitten der Einwohner von Ehlingen erhob Bischof Laurent am 15. Februar 1844 die Kaplanei Ehlingen zur Pfarrei.


Roedgen

Roedgen besass zeitweilig eine unbedeutende Herrschaft. 1226 nennt ein Akt zum ersten Mal das Dorf unter der Bezeichnung Runneke. Weitere Namen sind im Laufe der Jahrhunderte: Overuthe und Rutsche. Die wenigen Einwohner von Roedgen gehörten zur Pfarrei Rüssingen. Ein Visitationsbericht von 1738 spricht von einer Kapelle im Ort. Sie war wahrscheinlich im 18. Jahrhundert als hofeigene Kirche errichtet worden. Das heutige Kirchlein wurde 1872 erbaut. Drei Jahre, von 1805 bis 1808, gehörte Roedgen zur Pfarrei Leudelingen. Ab letztgenanntem Datum ist Roedgen wieder der Pfarrei Reckingen angegliedert. Das Dorf gehörte grundrechtlich bis zur französischen Revolution zur Hochgerichtsbarkeit Münster. 


Pissingen

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Der kleine Ort Pissingen, abseits der Hauptstrassen gelegen, ist durch die Sage der "Piissénger mat de Kuebe" bekannt. Andere wundersame Geschichten spielen in den Wäldern der Ortschaft. Dort soll der Heilige Willibrord eine Quelle gesegnet haben. Zahlreiche Pilger wallfahren zum Heilbronn im Pissinger Wald. Möglicherweise war gar bereits in keltischer Zeit an besagter Stelle ein Matronenkult heimisch.

En Visitationsbericht aus dem Jahre 1560 nennt eine Kapelle. Dise stand wahrscheinlich im Wald bei der Quelle. Fromme Einsiedler hatten dort eine Bleibe gefunden. Einmal im Jahr zogen die Frommen zum Waldbrunnen. Bei dieser Gelegenheit wurde ein Krammarkt abgehalten. Kurz vor 1714 wurde im Dorf selbst ein kleines Gotteshaus errichtet. 1773 liessen sich die Eheleute Pierre Ensch und Cathérine Knepper auf ihrem Grund und Boden die heutige Kapelle bauen. Das Dorf Pissingen gehörte den Herren von Zolver. Pfarrechtlich war Pissingen bis 1805 eine Filiale von Reckingen. Dann fiel es bis 1808 an Monnerich. Seit 1808 ist das Dorf wieder dem Pfarrverbund Reckingen angegliedert. 


Lollingen und Rüssingen

Lollingen

Im Volksmund Lalléngerhaff genannt, sollte das Anwesen nicht mit dem Escher Ortsteil Lallingen verwechselt werden. Der Gutshof Lollingen war Sitz einer Ritterfamilie. Urkunden von 1272, 1281 und 1301 erwähnen die Herren von Lollingen, welche die Rechte und Güter dem Kloster Marianthal übertragen. 1304 wurden weitere Einkommen an das Kloster Differdingen übertragen. der Lalléngerhaff, von dem heute keine Überreste mehr bestehen, lag auf dem Banne der Orte Reckingen-Bettingen.

 

Rüssingen

Sehr wenig ist über das im 17. Jahrhundert ausgestorbene Dorf Rüssingen bekannt. Eine Historiker sprechen gar von einem Aussterben im 15. Jahrhundert. Dennoch war Rüssingen Pfarrei. Mehrmals gab es Streitigkeiten ob nun Reckingen oder Rüssingen Hauptpfarrei sei. In diesem Zusammenhang spricht man von der Doppelpfarrei Reckingen/Rüssingen.

Nachdem keine Einwohner mehr in Rüssingen verblieben, siedelten sich einige Klausner auf der Anhöhe zwischen Dippach und Reckingen an. Diese versahen den Küsterdienst in der alten Kirche. Roedgen war gezwungen den beschwerlichen Weg zur Rüssinger Kirche auf sich zu nehmen. Im 18. Jahrhundert war das Gotteshaus nur mehr eine Ruine. Bis vor kurzem erinnerte ein Kreuz an die ehemalige Wohnstätte Rüssingen.

Texte: Jean-Paul Mertes